Die wichtigsten Funktionen des Robotrading Portfolio EAs für Sie erklärt | Robotrading

Die wichtigsten Funktionen des Robotrading Portfolio EAs für Sie erklärt

.Ich erläutere Ihnen hier kurz die wichtigsten Funktionen des MSEA (das ist der EA, der im Robotrading Portfolio genutzt wird), die in meinen Artikeln erwähnt werden. Wenn Sie Leser des Robotrading Portfolios sind, dann haben Sie exklusiven Zugriff auf meine Anleitungvideos sowie 4 Anleitungen, die sich mit der Installation bis hin zur Frage nach der Wahl des Brokers beschäftigen. Zusätzliche Artikel mit weiterführenden Informationen finden Sie unter jedem Backtest und Strategieteil verlinkt.

Positionsgröße und Money Management

Meist werden alle Tests mit einem Depot von 5.000 Euro bzw. 10.000 Euro durchgeführt. Denn das sind normale Anlegersummen, mit denen automatische Systeme handelbar sein sollten. Es kann durchaus vorkommen, dass auch geringere oder höhere Summen eingebracht werden. Ich mache Sie dann im Test darauf aufmerksam.

Das Money Management sieht vor, dass alle 5.000 oder 10.000 Euro die Startposition erhöht wird, um den Zinseszinseffekt abzubilden. Das heißt: Wenn Ihr Depot wächst, dann wird alle 5.000 Euro die Startposition in einem spekulativen Test um 0,01 erhöht. Bei einem konservativ gehandelten Konto werden die Positionen erst alle 10.000 Euro um 0,01 erhöht. Das bedeutet: Erst wenn das Konto 20.000 Euro erreicht, wird die Startposition um 0,02 angehoben. Aber auch diese Werte können je nach Konstellation im Backtest verändert werden, um das Beste aus dem EA herauszuholen. Es ist nur wichtig, dass Sie verstehen, dass ein Grid-EA mehr Geld braucht als ein normales aber nicht erfolgreiches System, welches ständig ausgestoppt wird.

Risikomanagement anhand eines globalen Stop Loss – Max Drawdown-Funktion

Die MaxDD-Funktion erlaubt es, alle Positionen des EAs zu schließen, sobald ein bestimmter DrawDown-Wert erreicht wird. In der Praxis bedeutet das, dass der EA Positionen aufmachen kann, solange die Minuspositionen nicht einen prozentualen Wert des gesamten Depots erreichen. Bei einem Wert von 10 % MaxDD in einem 10.000 Euro-Depot würden alle Positionen geschlossen werden, wenn diese 1.000 Euro erreichen. Damit stellen wir sicher, dass ein vernünftiges Risikomanagement eingehalten wird. Ziel der Backtests und der Entwicklung ist es, den MaxDD-Wert stetig zu senken, ohne gleichzeitig den EA zu sehr einzuschränken oder gar die Gewinne zu reduzieren. Mit den neuen Strategien sind wir auf dem besten Weg, sogar MaxDD-Werte von unter 5 % zu erreichen!

Max Spread

Dies ist der maximale Spread, bei dem der EA einen Trade machen kann. So wird sichergestellt, dass bei Erhöhung der Spreads nicht gekauft und damit eine schlechte Position verhindert wird.

Max Trades

Das ist die maximale Anzahl an Nachkäufen, die der EA tätigen darf.

Progression

Beim Grid-Trading wird ein Trade nicht ausgestoppt, sondern der EA kauft nach, wenn sich der Preis gegen die Position bewegt. Das führt dazu, dass der Preis verbilligt wird und der EA weiterhin einen Gewinn erzielen kann. Je mehr nachgekauft – also verbilligt – wird, desto näher rutscht die Gewinnzone an den Preis. Mit einer Progression können die Nachkäufe vergrößert werden. Bei einer Progression von 1 bleibt bei jedem Nachkauf die Position so wie beim Start der Serie. Wäre die Progression 2, dann würde jede nachgekaufte Position um den Faktor 2 vergrößert. Aus 1 würden 2, dann 4, dann 8 usw. Dies nennt man Martingale, und diese ist extrem gefährlich. Deshalb hat der MSEA lediglich eine gesunde Progression von maximal 1,6.

BreakEvenLevel

Ab diesem Nachkauflevel muss der EA keinen Gewinn mehr machen, sondern lediglich die Serie +/-0 abschließen. Diese Einstellung kann dazu führen, dass Serien früher geschlossen werden.

Autolot

Wird die Autolot-Funktion genutzt, dann übernimmt ab einem bestimmten Nachkauflevel der EA die Bestimmung der Positionsgröße. Das bedeutet, dass die vorgegebene Progression verlassen wird und der EA die Menge der Lots selbst anhand der bisher gekauften Positionen festlegt. Dazu muss dem EA gesagt werden, ab welchem Level er in Kraft treten soll und wie viele Pips als Gewinn nötig sind, damit er die Serie abschließen kann. Gibt man beispielsweise das Nachkauflevel 5 sowie 30 Pips an, dann wird der EA ab dem 5. Level die nächste Nachkaufposition so berechnen, dass der EA lediglich 30 Pips in seine Richtung braucht, um die Serie abzuschließen.

Reentry

Normalerweise ist es beim Grid-Traden so, dass das Grid – also das Netz – definiert, wann nachgekauft wird, falls ein Trade gegen eine Position läuft. Dies ist im MSEA ebenfalls der Fall, und so kann festgelegt werden, dass das Grid z. B. alle 50 Pips nachkaufen muss. Die Reentry-Funktion bestimmt aber, dass der EA bei jedem Nachkauf alle beim ersten Trade vorliegenden Konditionen prüfen muss, um nachzukaufen. Damit können Nachkäufe verzögert werden, da nicht mehr nur das Netz, sondern auch ein Kaufsignal benötigt wird. So erhöht sich die Qualität der Nachkäufe stark, denn es wird nur nachgekauft, wenn eine hohe Gewinnwahrscheinlichkeit vorliegt.

Sollten noch Fragen verbleiben, können Sie mir diese gerne über die Kommentarfunktion stellen.

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