Thomson Reuters werter Twitter aus und nutzt es für Handelssignale | Robotrading

Thomson Reuters werter Twitter aus und nutzt es für Handelssignale

Eikon von Thomson Reuters nutzt Twitter zur Prognose von Preisen Eikon von Thomson Reuters nutzt Twitter zur Prognose von Preisen.Leider ist dies kein Expert Advisor Ersatz für uns, aber interessantViele Firmen versuchen, die Preise von Aktien oder anderen Handelsinstrumenten vorher zu sagen. Ein relativ guter und natürlich auch logischer Ansatz ist die Nutzung von Communities, um anhand der Erwähnung Preise zu prognostizieren. Mir fallen in diesem Zusammenhang der Broker eToro ein, der sich in so einem Social Trading-Ansatz versucht. Nun las ich, dass der bekannte Nachrichtenanbieter Thomson Reuters einen ähnlichen Ansatz gefunden hat, der noch näher an der Idee liegt.

Internet und Twitter als Preisbarometer erkannt

Bereits seit Beginn des Internets wird über Aktien, die hier beispielhaft für Investmentinstrumente stehen, diskutiert. So konnte man durchaus auf ein reges Anlegerinteresse an einer Aktie schließen, wenn diese sehr häufig in Foren diskutiert wurde. Dies ist natürlich gleich zu setzen mit einem Kaufinteresse, denn weshalb sollte man über etwas sprechen, an dem man sich nicht beteiligen möchte? Ein großflächige Analyse von solchen Foren war allerdings mit Software nicht wirklich möglich, da dies zu komplexe Programme erfordert hätte. Bei Twitter verhält es sich jedoch anders. Twitter hat eine solide Masse und ist einheitlich aufgebaut. Ich habe schon von einigen Seiten gelesen, die Twitter-Beiträge speichern und nach Nennungen von Aktien durchsuchen. Diese Informationen wurden anschließend aufbereitet und versucht, Schlüsse aus ihnen zu ziehen.

Thomson Reuters mit Eikon vor dem Durchbruch?

Thomson Reuters kennen Sie sicherlich als einen Anbieter von Finanznachrichten. Aber die Firma bietet noch weit mehr Dienstleistungen an. So hat man zum Beispiel eine Plattform namens Eikon entwickelt, die Trader-Neuigkeiten, Analysen und Finanzinhalte in einem präsentiert, aber auch nach den Vorgaben des Trägers aufbereitet. Und genau in diese Plattform wurde auch Twitter integriert. So soll es hier eine Prognosemöglichkeit geben für den beobachteten Wert, der anhand von Twitternennungen ermittelt wurde.

Kann so ein Twitter-Vorhersagemodell erfolgreich sein?

Sicherlich wird es für die Benutzer von Eikon zunächst nur eine nette Beigabe zu den aufbereiteten Informationen in der Plattform sein. Aber grundsätzlich frage ich mich, ob Analysen von Nennungen bei Twitter zu einer Voraussage des Kurses führen können. Wahrscheinlich kennen Sie das Vergleichsbeispiel aus dem Jahr 2000, als man in der Bild-Zeitung über Hausfrauen schrieb, die mit Aktien handeln. So wäre es sicherlich absolut falsch gewesen, die in der Bild-Zeitung genannten Aktien zu kaufen. Ähnlich schätze ich Twitter im Bezug auf Preisvorhersagen ein. Je mehr darüber in Twitter geschrieben wird, desto mehr ist der Preis bereits gelaufen, und die News sind im Preis enthalten. Ich könnte mir aber vorstellen, dass man eine Ebene tiefer gehen und versuchen könnte, bei diesen Twitternennungen Trends festzustellen. So sähe ich Potenzial, wenn eine Aktie einen steigenden Trend von Nennungen hat, aber noch in einem sehr kleinen absoluten Bereich liegt, bei dem man noch nicht von einem Hype sprechen kann.

Eikon ist kein automatischer Twitter Expert Advisor

Leider ist das Produkt für mich nicht testfähig, da es relativ kostspielig ist und ich außer dieser technologischen Neuigkeit keinen Sinn für mich als Roboter Trader sehe. Denn Eikon ist kein Ersatz für einen EA. Aber Expert Advisor auf Aktien wären durchaus interessant. Diese gekoppelt mit einem Twittermodul und der oben beschriebenen Strategie wäre für mich ein extensiven Test wert. Ich kann mir zudem vorstellen, dass große Banken bereits so etwas testen. Es bleibt also weiterhin spannend in diesem Bereich.

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