Einstein Trader EA Review –was würde der echte Einstein dazu sagen

Der Einstein Trader EA ist ein automatisiertes System, das sich mal ganz dreist den Namen des berühmten Einsteins schnappt und nutzt. Hier möchte man sicherlich bereits durch die Namenswahl Kompetenzsuggerieren, ob das passt lesen Sie in meinem Test.

Strategie hinter dem Einstein Trader EA

Die Verkaufsseite der Entwickler dieses Systems fühlt sich sofort verdächtig und nichtssagend an. In dem Video, das sie häufig gepostet haben, wird offen mit der Angst vor anderen Systemen gespielt und davor gewarnt, andere Systeme zu nutzen. Anscheinend ist der Einstein Trader EA hier die Lösung. Als Strategie wird ein Price Action EA mit diversen Sicherheitsfiltern genannt. Also bisher nichts, was an die Genialität Einsteins nur heranreichen würde.

Falls Sie mit dem Trading nicht vertraut sind, ist Scalping eine Technik, die sehr kurzfristige Trades beinhaltet und nur geringe Gewinne pro Trade mitnehmen möchte, davon aber viele und oft.  Während ein Day Trader für einige Stunden (oder sogar Minuten) Positionen einnehmen kann, öffnet und schließt ein Scaler seine Trades in der Regel innerhalb von Sekunden. Wenn es um automatisierte Scalpers geht, muss ein großer Wert auf die Tatsache gelegt werden, dass sie sehr broker-sensitiv sind. Ein etwas größerer Spread und/oder Slippage ruinieren die Erfolgsaussichten eines solchen EA. Und hier liegt auch das Problem!

Einstein Trader EA ist sehr Spread Sensitive

Wie ich in den Ergebnissen sehen können, wird das System hauptsächlich in den frühen europäischen und US-amerikanischen Marktsitzungen gehandelt. Wenigstens sind hier die Volumina ordentlich, sodass ein guter Broker auch einen Spread stellen kann, der vielleicht niedrig genug ist für den EA.

Was den Rest der Eigenschaften dieses Systems betrifft, so erscheint die Losgrößen sehr seltsam. Obwohl es kein klares Martingal gibt, fühlt es sich sehr zufällig an – einige Trades auf demselben Paar haben mehr als das Hundertfache des Volumens anderer. Stopp-Losses sind ziemlich eng und die gewinnenden Trades werden nach mehreren Pips geschlossen. Die durchschnittliche Dauer des Handels beträgt lediglich 22 Sekunden. Wir haben diese Informationen aus dem MyFxBook-Konto des Systems erhalten, das nun näher erläutert wird.

Historische Entwicklung des Einstein Trader EA

Es gibt mehrere Handelskonten, die die Performance des Einstein Traders verfolgen. Ich habe mal eines für Sie ausgesucht. Während es gelungen ist, in der Spitze über 1500% zuzulegen, schmilzt der Gewinn nun seit über zwei Jahren dahin. Es kommen aber noch weitere Probleme hinzu. Zunächst einmal wird der Track Record nicht verifiziert. Außerdem ist der Broker, bei dem das Konto gehandelt wird, nicht gerade ein Unternehmen mit einem makellosen Ruf – die Firma hinter dieser Marke hat sich mehrfach verändert und Axiory ist für mich ein Broker, den Sie meiden sollten! Dies sind mindestens zwei der 10 Signale eines gefälschten MyFxBook-Kontos!

Wie Sie sehen können, erreicht der Einstein Trader EA einen Höchststand von knapp 50% im Drawdown. Der durchschnittliche Pips pro Trade des Einstein Traders beträgt nur 1 Pip. Dies ist ein wichtiger Faktor, da er die Erwartung für jeden zukünftigen Handel bestimmt. Ich empfehle grundsätzlich, sich mit Systemen NICHT zu befassen, die Gewinnerwartungen von unter 3 Pips besitzen, da es im Live-Handel einfach nicht handelbar ist.

Preisgestaltung des Einstein Trader EA

Der Einstein Trader EA wird für 497 $ verkauft, dies ist ein stolzer Preis für eine Einzellizenz, die an ein MT4-Konto gebunden ist. Wenn ich den EA bis 2017 beurteilen müsste, wäre der Preis sogar ok, aber die letzten zwei Jahre ist er wohl keinen Cent wert.

Fazit zum Einstein Trader EA

Der Einstein Trader EA sollte sich schleunigst umbenennen, damit hätte er sicherlich ein leichteres Leben, denn er müsste sich nicht an Einsteins Genialität messen lassen. Die Gewinn Kurve ist typisch für so einen Scalper, der live nicht handelbar ist. Die Gewinnerwartung pro Trade ist mit 1 Pip zu niedrig, damit decken Sie nicht den Spread und vor allem nicht das Risiko. Das wird dem EA in den letzten zwei Jahren zum Verhängnis. Somit bleibt nur die Note 4, wenn man die ganze Laufzeit betrachtet. Für die letzten 2 Jahre gibt es eine 5. Den EA müssen Sie nicht ausprobieren!

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